Unsere angestammte Morgenrunde ist wegen Sturmschäden nicht erreichbar. Also kehrtgemacht und ab ins Moor. Das ist alles ganz neu für mich: Birken, torfiger, schwankender Boden, hohe Gräser und Farn – interessant.
Auch interessant, die Geräusche hinter mir: Autsch, klatsch, fluch, Autsch, klatsch, fluch. Dazu eine durch die Luft wirbelnde Jacke: Herrchen! Hat wohl wieder Probleme mit Mücken. Verstehe ich nicht, mir tun sie nichts. Das wird die Kombination von dünner weißer, unbefellter Haut zusammen mit kurzer Hose und T-Shirt sein. Armer Kerl.

Tapfer geht es aber weiter, bis wir den Moorsee erreichen. Zwei Schwäne in der Ferne, sonst nichts als braunes, säuerliches Wasser, Entengrütze und Algen.

Und ein steiles Ufer. Man verliert schnell das Gleichgewicht und dann haben wir den Salat: Entengrütze und ein intensives Aroma aus Schlamm, halbverrotteten Pflanzenresten und Schlimmerem, sagt Herrchen jedenfalls.
Ich finde das ja nicht so schlimm. Ich als Nichtschwimmer fürchte eher das grundlos tiefe Wasser. Meine Leute meinen zwar, dass ich schwimmen könnte und das nur nicht wüsste. Aber die meinen viel.

Genauso war es dann auch. Beim Versuch zu trinken bin ich reingefallen! So ein Mist.


